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Program/
Bachelorstudium/
Bachelorentwerfen 2017S/

Entwerfen (Bachelor) "Stadtstruktur in Hausgröße"

 

Lehrbeauftragter

   Martin Haller  

Data

   253.A91_Entwerfen (Bachelor) 8.0h [10ECTS]

• Situation

   Trotz der positiven soziokulturellen Aufladung vieler neuer
   Wohnbauten Wiens durch additive Gemeinschaftsbereiche
   bleibt die Gebäudestruktur meist monofunktional auf die
   Nutzung „Wohnen“ mit vorgegebenen Standardgrundrissen
   beschränkt. Die Zielsetzung des Entwerfens „Stadtstruktur in
   Hausgröße“ ist es, die städtischen Nutzungsbereiche Wohnen,
   Büro, Gewerbe und Bildung-, Pflege-, Sport- und Kultureinrichtungen
   trotz Ihrer unterschiedlichen Raum- und Funktionsanforderungen
   nicht monofunktional und baulich getrennt zu errichten, sondern sie
   in einer gemeinsam nutzbaren Gebäudestruktur abzubilden. Alle
   BewohnerInnen sämtlicher dieser „Stadthäuser“ nehmen so an den
   im Urbanisierungsprozess angelegten urbanen Qualitäten teil, die für
   Henri Levebvre in „der Begegnung, im Austausch, im Fest und in
   einem kollektiv gestalteten und genutzten städtischen Raum“ liegen.
   Die Robustheit dieser One-Fits-All-Gebäudestruktur zeigt sich dabei
   nicht nur in der Aufnahme unterschiedlichster Nutzungen, sondern
   auch in der Möglichkeit auf individuelle Raumwünsche der zukünftigen
   BewohnerInnen ohne Strukturveränderung reagieren zu können.

• Aufgabe

   Errichte am Neubauareal Nordbahnhof eine „Stadtstruktur in Hausgröße“
   mit obigen Nutzungsanforderungen für ca. 50 BewohnerInnen und
   temporäre Gäste der allgemein nutzbaren Einrichtungen. Bei der
   strukturellen Überlagerung der unterschiedlichen Nutzungen sollen dabei
   nicht nur bestehende Typologien auf bauliche Gemeinsamkeiten hin
   überprüft werden, sondern auch die Möglichkeit der hybriden Raumnutzung
   untersucht werden. Als Beispiel wäre hier etwa die Studie „Local Community
   Area“ zu nennen, die von Riken Yamamoto 2012 entwickelt wurde. Sie ordnet
   die unterschiedlichsten Wohn- und Arbeitsbereiche den zwei grundlegenden
   Kategorien „mise“ (japanisch für Laden, ein Raum mit eher öffentlichem
   Charakter, orientiert zum Gemeinschaftsbereich) und „nema“ (japanisch für
   Zimmer, ein intimer Ort) zu. Die detaillierten Raumanforderungen der
   zukünftigen BewohnerInnen werden von den Studierenden durch eine
   repräsentative Bedarfserhebung im eigenen Umfeld ermittelt und die
   Befragungsergebnisse zur Erzielung einer gestreuteren Bandbreite überlagert.
   Aus dem Zusammenspiel von divergierenden Einzelanforderungen bildet sich
   als Emergenz eine übergeordnete Gebäudestruktur mit neuen zusätzlichen
   Eigenschaften heraus.

Termine

   Erste Besprechung am Donnerstag, den 09.03.2017 / 14.00 / Seminarraum 3
   Die Besprechungen finden jeden Donnerstag um 14.00 im Seminarraum 3 statt

TeilnehmerInnen

TU Wien, Institut für Architektur und Entwerfen, e253.2 Abteilung für Wohnbau und Entwerfen - Disclaimer - G Analytics